Restauración retrato de Juan Martorell y Squella

Vorher:

Trotz der Schnitte und Risse an den Rändern, die der Stoff aufwies, entschied man sich für
die Platzierung von Streifen und kleine Leinentücher, die in den Schnitten auf der Rückseite
eingesetzt wurden und nicht für eine Unterfütterung, stets dem Kriterium der minimalen
Intervention folgend. Die Platzierung der Streifen hatte Vorrang, um anschließend die Leinwand auf einen neuen
Rahmen mit einem System aus Keilen und einer zentralen Querstrebe zu spannen und somit
die Leinwand zu stabilisieren.

Nachdem die Leinwand auf dem neuen Rahmen bespannt wurde, begann man mit der
Reinigung der Farbschicht.
Eine dicke alte Lackschicht, die im Laufe der Zeit oxidiert war und einen gelblichen Ton auf
die gesamte Oberfläche verlieh, wurde entfernt.

Die Entfernung der dicken Lackschicht an einigen Bereichen des Gemäldes erwies sich als ein
langsamer Prozess, da jede Lackschicht einzeln und schonend wie möglich entfernt werden
musste, um eine Schädigung der Farbschicht zu vermeiden.

Die Reinigung erfolgte mit mehreren Konzentrationen von Dimethylformamid in
Lösungsmitteln wie Terpentin oder White Spirit.
Nach der Reinigung der gesamten Oberfläche wurde eine leichte Retuschierlackschicht
aufgetragen, bevor man mit dem Kitten (Verputzen) der Fehlstellen begann.

Das Kitten war in den Bereichen, in denen ein Verlust der Farbschicht zu sehen war,
insbesondere wo Schnitte und Risse in der Leinwand sowie die Spuren von Nägeln an den
Rändern und Verluste am Original-Bildträger erkennbar waren, nötig.

Nach dem Kitten (Verputzen)/Säuberung der Füllungen, wurde eine weitere Retuschierlack-
schicht aufgetragen und mit der farblichen Wiedereingliederung verfahren.

Zusätzlich zu der farblichen Wiedereingliederung der verputzten Bereiche wurden zwei
weitere Stellen an der Kleidung der Persönlichkeit, wo sich die Vorbereitungsschicht befand
und ein Verlust der Farbschicht zu erkennen war, integriert.
Dies könnte auf die verwendeten Materialien oder Größe des verwendeten Stucks
zurückzuführen sein, um die zu dem Zeitpunkt bereits vorhandenen Fehlstellen zu kitten.

Kittung der Fehlstellen.

Auf der Rückseite des Gemäldes wurden die Halterungen des Keilrahmens zum Rahmen
ausgetauscht.
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